Rapid Publishing auf der re:publica 2013
Die Web-Konferenz re:publica, mittlerweile regelmäßiges Highlight für die Digital-Szene, hatte dieses Jahr nicht nur jede Menge spannende Sessions zu allen Bereichen des Web zu bieten, sondern auch ein Publishing-Projekt der besonderen Art: Mit dem re:publica-Reader realisierte die Konferenz zusammen mit der ePublishing-Plattform epubli und der Deutschen Journalistenschule ein Experiment in “realtime publishing”, das in jeder Hinsicht als gelungen bezeichnet werden kann.
In einer Mischung aus Zeitungs- und Buchworkflow erstellten Studenten der Journalistenschule hier einen Reader zur Konferenz mit Beiträgen zu den einzelnen Sessions. Das Besondere: Die Beiträge entstanden bereits während der Konferenztage und der Reader zum Tag erschien jeweils am folgenden Morgen im EPUB-Format, sozusagen “konvertierungsfrisch” aus dem epubli-Framework.
MehrContent Marketing und Corporate Publishing
Das Thema Content Marketing nimmt in der Diskussion um Online-Vermarktung nicht ohne Grund breiten Raum ein. Jede Branche, die sich im Netz präsentiert, hat dasselbe Problem: Wie kann ich ein Angebot von Waren, Dienstleistungen oder Informationen so platzieren und verbreiten, dass es in der Flut von Daten nicht untergeht? Wie erreiche ich Sichtbarkeit und Reichweite durch geschickte Nutzung der richtigen Kanäle und Netzwerke?
Co-Creation: Den Kunden beteiligen
Landlust hat es allen gezeigt: Print ist nicht tot. Denn wenn man den Nerv der Zeit trifft, dann ist dagegen kein Kraut gewachsen. Dann wuchern alle Angebote.
Der Trend zeigt das Bedürfnis nach Natur, nach Gestaltung im Grünen, nach etwas, was man buchstäblich selber in der Hand hat.
Co-Creation lautet ein zweites Schlagwort dieser Zeiten. Der Kunde will mündig sein, er will mitbestimmen. Zumindest will er das Gefühl haben, er könne mitbestimmen.
Eine Form von Co-Creation heißt Crowdfunding. Der Kunde kann dann schon mit ein wenig Geld mitwirken. Und in der Kombination mit Trend 1 erreicht man als findiger Geschäftsmann die Ökocrowd.
Zwei Beispiele:
MehrContent Marketing: Beispiele aus Medienbranche und Automobil-Industrie
Egal ob ein Unternehmen im Kerngeschäft Content anbietet und dieses über Content Marketing vertreiben will – oder ob ein Produkt außerhalb des Content-Geschäftes die Marke ausmacht: Beide Bereiche haben komplementäre Probleme.
Für die Vermarktung von physischen Produkten müssen redaktionelle Strukturen und Abläufe aufgebaut werden. Die Kommunikation zum Kunden gehorcht plötzlich den Regeln einer verlagsartigen Arbeitsweise.
Für Content-Anbieter aus dem Verlags- und Medienumfeld stellt sich das Thema umgekehrt. Die Erzeugung von Inhalten war immer schon Kerngeschäft – aber die Aufbereitung, die Verteilung an den Kunden und die Konzeption der Kommunikationskanäle muss nun nach fundamental anderen Regeln erfolgen.
MehrVon der Musik zum multimedialen Kunstwerk – ein Vorbild für Bücher?
Branchen wie die Musik- und Filmindustrie oder auch der Videospiele-Bereich mussten sich bereits weit vor der Buchbranche der Digitalisierung stellen: Produkte wie CDs und DVDs konnten verlustfrei kopiert werden. In der Folge mussten alternative Produktformen entwickelt werden. Daneben sorgte das mobile Internet für eine Beschleunigung der Vermarktung.
Mittlerweile ist aber die Zeit vorbei, in der das Entstehen neuer Produkttypen reiner wirtschaftlicher Notwendigkeit entspringt. Spannend sind die Produkte, die aus der Kooperation mit anderen Bereichen der bildenden Künste entstehen können.
MehrTolino shine – Fussnote im eBook-Markt oder Kindle-Killer?
Mit dem “eReading”-Event von Telekom, Thalia, Weltbild, Hugendubel und Bertelsmann wurde für den 01. März die wahrscheinlich interessanteste Veranstaltung für den deutschen eBook-Markt der letzten Zeit angekündigt. Im Vorfeld war gar von der Möglichkeit des “deutschen iTunes” die Rede. Obwohl bei der Pressekonferenz dann zunächst “nur” ein neuer eReader präsentiert wurde, bietet die dazugehörige Infrastruktur interessante Ansätze eines eBook-Ökosystems für den deutschen Sprachraum. Wie sind diese Entwicklungen zu bewerten und welches Potenzial bieten sie für Marktentwicklung und Content-Anbieter?
