Cambridge Analytics und das Ocean-Modell

In vorangegangenen Artikeln haben wir das Thema Fake News im Zusammenhang mit der Wahl von Trump behandelt. Die gesellschaftliche Relevanz des Themas hat beim Bayerischen Rundfunk für den Aufbau eines „BR-Verifikationsteams“ geführt und sogar Google und Facebook zu Reaktionen genötigt, die sich bisher immer weigern, ihre Rolle als Verleger anzuerkennen. Dabei spielt die digitale Kundenanalyse eine große Rolle (und weniger die Firma Cambridge Analytics mit ihrem fragwürdigen Geschäftsgebaren). Deshalb wird hier das Ocean-Modell und seine Anwendung in der Praxis näher betrachtet.

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Zehn Jahre iPhone – das Jahrzehnt der Ökosystem-Devices

Vor ziemlich genau zehn Jahren, am 9. Januar 2007, wurde auf einer mittlerweile legendären Apple-Präsentation das erste iPhone vorgestellt. Das seitdem vergangene Jahrzehnt ist gekennzeichnet vom beispiellosen Siegeszug des Smartphone als Gerätetyp – aber auch von einem neuen Angebotsmodell: den mobilen Ökosystemen. Beides ist untrennbar verbunden und wird auch in den nächsten Jahren die Medienwelt bestimmen:

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Der Appmarkt: Rückblick 2016 und Ausblick 2017

Der jährliche Rückblick des App-Analytics-Anbieters App Annie auf das Jahr 2016 in den großen App-Stores bestätigt einige Tendenzen und korrigiert andere Annahmen. Der Markt boomt nach wie vor und erhält durch die größeren Vernetzung der Apps untereinander eine neue Qualität. Er bleibt deshalb wichtig für Medienanbieter – ob sie hier Produkte anbieten oder darüber die Vermarktung anderer Inhalte steuern. Wie im Artikel vom letzten Jahr gelten die drei zentralen Fragen: Könnten meine Angebote durch besser gemachte Apps ersetzt werden? Wie kann ich den Appmarkt  zur Vermarktung und Kundengewinnung nutzen? Welche neuen Geschäftsmodelle ergeben sich für mich als Anbieter? Wer nicht mehr bis zu unseren Seminaren zur App-Entwicklung und zu digitalen Geschäftsmodellen im Frühling warten will, für den folgt hier schon einmal ein Vorgeschmack:

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Wie Fachverlage von Single Source Publishing profitieren

Fachverlage erleben den Umbruch in der Verlagswelt stärker als viele andere Verlage. Grund dafür ist die fortschreitende Digitalisierung von Information und Distributionswegen. Sie betreffen die Kernkompetenzen der Fachverlage, nämlich Informationen aktuell, schnell und überall dort bereitzustellen, wo sie gebraucht werden. Weil Fachverlage sich intensiv mit den Umbrüchen auseinandersetzen, können sie als erste vom aktuellen Wandel profitieren, erklärt Single Source Publishing Experte und Co-Founder von Booktype Micz Flor in unserem Gastbeitrag.

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Fake News, Trump und die digitale Kundenanalyse – Teil 2

Wie im letzten Artikel dargelegt, stellen die Flut an Fake News und deren Gebrauch im Wahlkampf unsere Gesellschaft vor eine Probe. In diesem Beitrag geht es um die Herausforderungen digitaler Kundenanalyse und deren Missbrauch. Im Magazin hatten Mikael Kroge und Hannes Grassegger nach Trumps Erfolg einen Artikel über Michael Kosinski und Cambridge Analytics veröffentlicht, in dem sie auf deren wissenschaftliche Erkenntnisse (Kosinski) und zweifelhafte Praktiken im Wahlkampf (CA) hinwiesen. Dem folgten eine Reihe ausgewogener Kommentare wie dem von Patrick Beuth in der Zeit und nach dem shitstorm dann auch Beschwichtigungen von CA durch z.B. Interviews in wired. Worum geht es?

  • Können Zielgruppen durch eine Analyse ihres Verhaltens in den sozialen Netzwerken besser seziert werden als durch herkömmliche Methoden?
  • Können diese Zielgruppen aufgrund dieser Analysen derart manipuliert werden, dass sie falsche Entscheidungen treffen, wie z.B. in Wahlen?

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Fake News, Trump und die digitale Kundenanalyse – Teil 1

Der Brexit und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten haben die Diskussion um Fake News, ethische Prinzipien und die Rolle der sozialen Netzwerke und Big Data entfacht. „Post-truth“ ist vom Oxford English Dictionary in den USA wie in UK zum Wort des Jahres gekürt worden und die Firma Cambridge Analytics hat mit ihrer Form der Kundenanalyse wie kaum eine andere für viel Zündstoff gesorgt. Die Sorge geht um, dass uns auch in Deutschland in diesem Wahljahr eine Schlammschlacht bevorsteht wie nie zuvor. Die Parteien versuchen sich zu wappnen, aber natürlich ist die Strategie dafür angesichts einer für alle neuen Situation alles andere als ausgereift. Dabei geht es um zwei unterschiedliche Themen, die man nicht allzu schnell vermischen darf:

  1. Wo zieht man die Grenze zwischen bewussten Falschmeldungen zur Irreführung und fehlerhaften Informationen aufgrund der menschlichen Unzulänglichkeit? Und was bedeutet das für die Medien?
  2. Welche Rolle spielen dabei die digitale Kundenanalyse und Big Data, hier vor allem bezogen auf die sozialen Netzwerke?

Diese Themen werden uns in diesem Jahr hier beschäftigen. Zum Einstieg heute unsere Betrachtungen zu Fake News und die Konsequenzen für die Medien:

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