Content braucht Social Media zum Überleben
Informationsfilter werden immer wichtiger. Die Big Data-Welle rollt auf uns zu. Und der Mensch braucht Orientierung.
Dazu werden einerseits die Automatismen weiter entwickelt durch Suchmaschinen. Andererseits wird die Empfehlung durch Freunde und Bekannte zunehmen. Wie Sie Ihren Content zum Leben erwecken können, darum geht es hier.
Warum “content” nicht “Inhalt” ist und “social” nicht “sozial”
Zwei Mythen verstellen heimlich den Blick auf die Schönheit dessen, was wir mit gelungenem Content Management an Mehrwert eigentlich bieten könnten: „content=Inhalt“ und „social=sozial“.
Es ist an der Zeit, mit diesen Mythen aufzuhören.
Denn die sich immer höher aufbäumende Informationsflut und der Anspruch der Nutzer an die User Experience durch den täglichen Umgang mit Systemen wie Google und Facebook erfordern eine neue Informationsarchitektur – und damit ein anderes Verständnis.
Content Management 2.0 bis 4.0 – warum Inhalte digitalisiert werden sollen (Teil 1)
Strategisch gesehen wird die Digitalisierung der Inhalte immer bedeutender. Um zu verstehen, warum Investitionen in ein CMS und eine Digitalisierung sinnvoll sind, hilft ein Blick auf den Kunden und seinen Umgang mit Content. Wenn man weiß, was möglich ist und gewünscht wird, lassen sich die richtigen Strategien ableiten.
Das Internet hat sowohl unsere Kommunikation als auch unsere Erwartungen an Informationssysteme grundlegend verändert. Immer öfter hört man z.B. von Facebook- und Twitter-Nutzern: „E-Mails sind sooo Neunziger …“, weil sie inzwischen die Effizienz und Geschwindigkeit neuer Technologien kennengelernt haben und nicht mehr missen möchten. Und Unternehmen wie ATOS wollen die e-Mails gleich ganz abschaffen.
Wenn wir das Internet gewissermaßen als das größte uns bekannte Content Management-System begreifen, bietet sich ein Blick auf dessen Entwicklung an, um diese Prinzipien auf den Bereich der Enterprise Content Management-Systeme zu übertragen.
Die Entwicklung des Internets wird herkömmlich in vier Stufen beschrieben. Alle haben ihre Berechtigung.
MehrKrisen und dezentrale Netzwerke
Mittlerweile informiert sich laut aktueller Umfragen von Bitkom fast ein Viertel der Mitglieder von Online-Communities dort auch über das aktuelle Tagesgeschehen. Die jährlichen Hitlisten von Twitter & Facebook zeigen die Nähe von Amy Winehouse und Fukoshima, Osama Bin Laden und den Super Bowl. Es ist wie die einzige Bar am Ort, in der es neben Schnaps und Kaffee, Schach und Rauch auch Tratsch und die spannendsten Neuigkeiten gab. Alles in einem. Und sogar die Jugendlichen kommen immer häufiger.
Die virtuellen Netzwerke sind also geflochten. Und zeigen ihre Kraft vor allem in Krisenzeiten. Ein offizieller Bericht über die Flutkatastrophe in Victoria (Austalien)
Crowdsourcing und das Mobile Web
Spätestens seit Wikipedia ist der Medienbranche klar, dass die Kraft der Masse kaum zu schlagen ist. Das Betriebssystem Linux stellte ein paar Jahre davor in der Softwarebranche einen ähnlichen Versuch auf. Der Gegenspieler hieß Microsoft und es entstand ein Betriebssystem, dass nur durch die freiwillige Mitwirkung von Programmierern weltweit entstand. Das Thema ist also wunderbar geeignet, das Zusammenspiel einer kontrollierten, zentralen Schalt- und Machtstelle mit der unkontrollierbaren Masse zu beobachten. Durch das Mobile Web erhält es im Zusammenspiel mit Social Media zudem eine erhöhte Relevanz, denn
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