Co-Creation: Den Kunden beteiligen
Landlust hat es allen gezeigt: Print ist nicht tot. Denn wenn man den Nerv der Zeit trifft, dann ist dagegen kein Kraut gewachsen. Dann wuchern alle Angebote.
Der Trend zeigt das Bedürfnis nach Natur, nach Gestaltung im Grünen, nach etwas, was man buchstäblich selber in der Hand hat.
Co-Creation lautet ein zweites Schlagwort dieser Zeiten. Der Kunde will mündig sein, er will mitbestimmen. Zumindest will er das Gefühl haben, er könne mitbestimmen.
Eine Form von Co-Creation heißt Crowdfunding. Der Kunde kann dann schon mit ein wenig Geld mitwirken. Und in der Kombination mit Trend 1 erreicht man als findiger Geschäftsmann die Ökocrowd.
Zwei Beispiele:
MehrDie Zukunft des Lehrbuchs – Beispiele aus den USA und Deutschland
Für Lehrwerke ergeben sich zur Zeit zwei Tendenzen, die sich gegenüber stehen: Selfpublishing für alle und aufwändige Lösungen von wenigen. Einerseits gibt es die Möglichkeiten für alle Lehrer, Autoren, Eltern, Schüler etc., selber Angebote zu erstellen und zu günstigen Kosten über das Internet zu verbreiten und zu vermarkten. Andererseits weiß man, dass die Entwicklung einer Software und eines Produktportfolios, die dauernde Pflege eines Angebots Geld und Infrastruktur benötigen, die kleine Anbieter nicht zur Verfügung haben. Oft entwickeln sich derartige Märkt dann so, dass es ein großes Angebot kostenloser, von vielen erstellter Produkte gibt und große Lösungen von finanzkräftigen Unternehmen. Mittelgroße Anbieter haben es dann immer schwer, im Markt zu bestehen. Sie können weder die großen Investitionen tätigen noch mit den vielen Nischenanbietern mithalten. Hier drei Beispiele, die dies verdeutlichen.
Neue eBook-Plattformen – David gegen Goliath?
eBooks machen ist nicht schwer, aber sie zu vermarkten dagegen sehr? Wie bei Apps geht es auch bei den eBooks darum, wie sie wohl zum Leser gelangen. Im traditionellen Buchmarkt haben sich die Strukturen gebildet. Im eBook-Markt noch nicht. Noch ist das gedruckte Buch das Leitmedium. Aber wohl nicht mehr lange. Deshalb gilt alle Aufmerksamkeit der richtigen Vermarktung. Und damit auch dem Aufbau der eigenen Datenbank über die eigenen Kunden.
Pünktlich zur Buchmesse – und in Verbindung mit der O’Reilly ToC-Frankfurt-Konferenz im Vorfeld der Buchmesse – wurden zwei neue, unabhängige eBook-Plattformen vorgestellt und in den (US)-Medien gepusht.
Selfpublishing – und die Herausforderungen für Verlage
Selfpublishing ist in den USA einer der großen Trends. Es ist die Geschichte vom armen Poeten zum Millionär, die hier in immer neuen Variationen von der Presse genüsslich ausgeschlachtet wird und auf fruchtbaren Boden fällt. Es ist die neue Verheißung, die alle Elemente in sich vereint: Unabhängigkeit, Freiheit, Selbstbestimmung – und das auch noch mit einem Schuss Bildung garniert. Neben die Landlust und die eigene, ökologisch bedenkenlose Marmelade gesellt sich also die Schreiblust. Zahlreiche Plattformen buhlen um die Gunst der Schreiber und bieten ihre Dienste an.
Nicht von ungefähr haben die großen Verlagshäuser durch zahlreiche eigene Imprints nachgezogen. Denn dieser Markt ruft nach Eroberern.
Was zeichnet diese Plattformen aus? Ein Blick darauf lässt Grundzüge des modernen Publizierens erkennen.
Digital first – wie US/UK-Verlage digitale Imprints positionieren
Digitale Produkte werden nur dann gut, wenn man sie nicht als Zweitverwertung aus dem Print entwickelt. Diese Einsicht ist für Softwareagenturen selbstverständlich, für Fachverlage mit digitalen Angeboten einsichtig – und jetzt hat sie in den USA auch bei klassischen Buchverlagen Fuß gefasst. Ein Zeichen dafür sind die zahlreichen eBook-Imprints, die zuerst das eBook anbieten und dann auch das gedruckte Werk.
Dadurch können
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