mobile facts 2014 – die Studie der AGOF

Die AGOF hat ihre neueste Studie vorgelegt zur Nutzung des Internets über mobile Geräte. Von 70,33 Mio Deutschen über 14 Jahren haben 63,38 Mio ein Handy und in den letzten drei Monaten haben 34,06 Mio Personen auf eine mobile Webseite oder eine App zugegriffen. Aus diesen Untersuchungen ergaben sich für die AGOF die folgenden Ergebnisse.

Nach wie vor sind die männlichen Nutzer in der Überzahl. Dies ist eher typisch für neue Märkte, in denen die early adopters und technologieliebenden jungen Männer dominieren. Ein ausgewogenes Verhältnis in der Nutzung wie in den USA und wie man es bei der Nutzung des Internets gesehen hat, ist aber zu erwarten. Auf die steigende Nutzung bei Senioren hatten wir an anderer Stelle schon hingewiesen.

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Die männlichen Nutzer geben noch stärker den Ton an. Es ist zu vermuten, dass sich das bald ändert. Wie zu erwarten sind die Zugriffe in den jüngeren Altersgruppen überdurchschnittlich hoch. Jung heißt heute aber, dass erst ab 50 die Nutzung deutlich abnimmt. Zwischen 40 und 50 wird genauso oft mobil gesurft wie zwischen 20 und 30.

Für Werbetreibende interessant ist natürlich, dass die meisten Nutzer überdurchschnittlich gebildet sind, über ein höheres Einkommen verfügen und in Mehrpersonenhaushalten leben. Alles Gründe dafür, dass dieser Werbemarkt noch mehr in den Fokus gerät.

Wichtig für die Verlagswelt: Bücher werden nicht nur gesucht, man informiert sich auf Tablets und Smartphones über sie und kauft sie dann auch. Und das, obwohl das Handy primär nicht dazu genutzt wird, Bücher zu lesen. Das mag daraus resultieren, dass auch gedruckte Bücher gekauft werden, für sich oder als Geschenk.
Als Fazit bleibt: die Optimierung der Präsentation und Auffindbarkeit der Bücher im Netz für mobile Endgeräte lohnt sich. Auch wenn sicherlich viele über Amazon Informationen einholen.

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Das Lesen von Büchern gehört nicht zu den wichtigsten Tätigkeiten. Das ist im Blick zu behalten, hatten doch Studien zu Beginn des Jahres aufgezeigt, dass eBooks häufig am Smartphone gelesen werden. In Relation zu den anderen Aktivitäten auf dem Smartphone ist dies jedoch nur ein Nebenschauplatz.

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Schuhe und Bücher haben doch mehr gemeinsam als man denkt. Nach den Apps sind sie die Objekte, über die man sich im Netz informiert über das Handy.

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Und noch wichtiger als die Suche: Bücher werden auch gekauft, und zwar noch vor den Schuhen. Hier unterscheiden sich die beiden doch gewaltig. Und es ist stimmig: Habe ich genügend Informationen über einen Titel, dann reicht mir das aus für eine Kaufentscheidung. Schuhe müssen richtig passen.

agof buchkauf

Und auch bezüglich der Conversion Rate können sich Bücher sehen lassen. Über 50 % der Suchenden sind nicht nur fündig geworden, sondern haben auch in einem Onlineshop das Produkt erworben.

 

 

 

 

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www.smart-digits.com

Meine Schwerpunkte sind die strategische Entwicklung von Unternehmen, die Gestaltung der passenden Geschäftsmodelle und die Kundenanalyse - das klingt nach trockenem Brot. Aber es kann sehr kreativ, anregend und erfüllend sein. Aus meiner Erfahrung als Produktmanager, Verlagsleiter und Geschäftsführer beim Carl Hanser Verlag und Haufe-Lexware kenne ich das Mediengeschäft und die Herausforderungen durch die Digitalisierung. Mit Partnern entwickle ich Plattformen wie flipintu oder lectory und digitale Lernmethoden mit dem Goethe-Institut und verschiedenen Universitäten. Man muss etwas selber erfahren, um es auch vermitteln zu können. Nicht dass ich ein Fan von Steve Jobs wäre, aber seine legendäre Rede in Stanford ist klug und das Motto passt: Stay hungry. Stay foolish. Das Leben ist zu kurz, um es mit sinnlosen Meetings und Phrasen zu vergeuden.