Die Datenfalle – warum Zahlen lügen können

Wir stecken in einer Zwickmühle: Wir wollen digitale Werkzeuge nutzen und müssen dafür die Software mit Daten füttern, damit sie uns versteht. Und je mehr Daten wir preisgeben, desto besser funktioniert unser Zusammenspiel.
Zugleich wollen wir uns nicht abhängig machen von der Software, denn für die Entwicklung unserer Persönlichkeit und zum Schutz unserer Privatsphäre geben wir zurecht nicht alles preis. Hinter jeder Software steckt auch immer ein Unternehmen oder ein Staat und dahinter wieder Menschen, die einem gut oder weniger gut gesinnt sind. Und während wir als Menschen ein Recht auf Vergessen und Lügen für uns beanspruchen, um überleben und gut leben zu können, arbeitet die Software an der Ewigkeit unserer Daten. “Die Hauptfunktion des Gedächtnisses liegt also im Vergessen” (Niklas Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft) – und deshalb machen uns Überwachungsphantasien wie die aktuelle des chinesischen Machtapparats so nervös (siehe z.B. diesen Artikel zur Datenflut in den sozialen Netzwerken in China oder diese ZDF-Reportage über die Strategie der Regierung und Konzerne in China).
Das Thema wird uns die nächsten Jahrzehnte noch begleiten. Werfen wir einen Blick auf den Nutzen von Daten in Unternehmen, so lohnt sich ein Blick auf zwei Erfahrungen: Weiterlesen

Medienkompetenz, lesen und schreiben – was soll künftig gelehrt werden?

Die Hamburger Erklärung fordert zu Recht eine bessere Leseförderung von Kindern, auch wenn man wissenschaftlich nicht genau belegen kann, wie sich die Lese- und Schreibkompetenz entwickelt hat. Denn die digitalen Medien bieten uns ja Abkürzungen und Dienste an, die verführerisch einfach alle Aufgaben von uns nehmen – auch das Lesen und Schreiben. Schnell bilden sich Lager rund um die Verfechter des digitalen Klassenzimmers (“wir müssen die Kinder auf die Welt vorbereiten und Medienkompetenz lehren”) und rund um die Bewahrer (“Grundwissen bleibt Grundwissen und Lesen, Schreiben und Rechnen gehören dazu” – von den populistischen Vorurteilen “digitaler Demenz” gar nicht zu reden).  Diese Debatte darf nicht im Entweder-oder enden, sondern sollte ein Sowohl-als-auch zum Ziel haben. Hier ein Vorschlag. Weiterlesen

Metadaten und KI – die Zukunft des Metadatenmanagements

KI macht Angst. Maschinen können „besser“ denken als wir, die wir doch aufgrund unseres Denkens diesen Planeten beherrschen? Und jetzt kommen lauter fleißige Softwareprogramme, die schneller lesen, analysieren und neu kombinieren. Diese Helferlein werden Metadatenmanagern unter die Arme greifen und ihre Arbeit in Zukunft prägen. Denn sie sind auf Dauer günstiger und vor allem genauer. Wir müssen deshalb versuchen sie zu verstehen, damit wir die Werkzeuge richtig einsetzen. Ein Messer kann man zum Töten oder Schneiden von Gemüse nutzen. Wir würden den Gebrauch nie grundsätzlich verbieten wollen, aber die richtigen Regeln für den Umgang entwickeln wir nur, wenn wir wissen, was ein Messer kann und was nicht. Weiterlesen

Digital Publishing Trends 2018 – Teil II: Tools und Technologien

In guter Tradition fassen wir zur Buchmesse aus unserer Sicht wichtige Trends zusammen und reflektieren deren Auswirkung auf die Branche. Dabei erheben wir weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch den der umfassenden Analyse. Ziel ist die Anregung, das Nachdenken über das, was auf der nächsten Buchmesse schon wieder in anderem Lichte dastehen wird. Im ersten Teil unserer Zusammenfassung der Trends des Jahres haben wir die Entwicklungen betrachtet, die für eine erhöhte Sichtbarkeit nötig sind, hier betrachten wir im zweiten Teil weitere Tools und Technologien.

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Digital Publishing Trends 2018 – Teil I: Wie werde ich sichtbar?

In guter Tradition fassen wir zur Buchmesse aus unserer Sicht wichtige Trends zusammen und reflektieren deren Auswirkung auf die Branche. Dabei erheben wir weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch den der umfassenden Analyse. Ziel ist die Anregung, das Nachdenken über das, was auf der nächsten Buchmesse schon wieder in anderem Lichte dastehen wird. Der erste Teil unser Zusammenfassung der Trends des Jahres dreht sich um die Frage der Sichtbarkeit, im zweiten Teil werden die Tools und Technologien dazu behandelt. Weiterlesen

Zwischen den Stühlen – Metadatenmanager und laterale Führung

Metadatenmanager sitzen meist zwischen den Stühlen: Sie müssen team- und abteilungsübergreifend Prozesse steuern, haben aber in der Regel keine oder nur eingeschränkte Weisungsbefugnis. Hier sind nicht nur die klassischen Führungskompetenzen gefragt, sondern auch die Kunst der Überzeugung ohne Macht: Motivieren und Überzeugen genauso wie das “Auf-die-Füße-Treten”. Hier helfen erprobte Tipps & Tricks aus der Berufspraxis, wie man in der Sache weiterkommt. Denn Metadatenmanager müssen ihre Rolle im Unternehmen auch selber mitgestalten. Ihr Job ist neu und es gibt keine Vorbilder aus vergangenen Zeiten. Grund genug mit einer Expertin zu sprechen zum Thema Führung in Verlagen. Karin Schmidt-Friderichs kennt nicht nur Veränderungsprozesse aus dem eigenen Verlag, sondern hat als Coach auch Empfehlungen, wie man am besten damit umgeht. Sie wird auf dem Data Summit im November die round-table-session moderieren zum Thema “Führen ohne Chef zu sein”. Weiterlesen