Zeitungs- und Zeitschriftenhäuser als Buchverleger

Gepostet von am Mrz 2, 2012

Man ist es mittlerweile gewohnt, auf die Konkurrenz der Verlage aus anderen Branchen hinzuweisen. Die Straßenkarten und die Lexika sind beliebte Beispiele dafür, dass ein Blick auf den eigenen Markt gar nicht mehr so einfach ist. Im Nu kommt die Konkurrenz aus einer ganz anderen Ecke, mit einer anderen Technologie und damit in einer Geschwindigkeit, die nicht mehr aufzuhalten ist.
Interessant wird für Buchverlage der Blick auf die Zeitungen und Zeitschriften.
Denn diese können sich durch eBooks auf ein neues Geschäft freuen. In den USA ist dieser Trend schon länger zu beobachten. Zu günstigen Preisen gibt es ein wenig aufgepeppte Bücher, die alle einen Vorteil haben für den Produzenten: Sie kosten nicht so viel und können die Marke erweitern.

Wer schon Kunden und Inhalte hat, der…
Es liegt auf der Hand, dass jeder, der über Kundenkontakte verfügt, diese auch für andere Services nutzen wird. So wie Amazon auch Kühlschränke verkauft.
Zeitschriftenhäuser können aufwändigere Inhalte in neue Formate gießen. Umfangreiche eBooks oder enhanced eBooks, die die eigene Marke stärken. Wenn das Know How der Buchmacher angezapft wird, können hier richtige neue Reihen entstehen. Denn Inhalte sind vorhanden. Sie müssen nur anders geordnet und aufbereitet werden. Mit den richtigen Metadaten versehen, haben sie ihren Platz im eigenen CMS und können jederzeit abgerufen werden.
Klar, die Inhalte müssen für eBooks anders aufbereitet werden als in der Zeitschrift. Aber dieser Aufwand ließe sich deutlich reduzieren, wenn man für beide Formate einen gemeinsamen Styleguide entwickelt. Und danach kann man Inhalte für zwei Vertriebswege entwickeln.

Es ist nur verständlich, wenn auch die Zeit oder die Süddeutsche ein eigenes eBook-Programm entwickeln und in ihren Shops neben Tabletts und Wein verkaufen. Wenn sie es geschickt machen, könnten sie eine Konkurrenz zu anderen, klassischen (Buch-)Verlagen werden.

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