Data Summit 2017 – was Daten verändern

Auf dem Data Summit letzte Woche trafen sich im zweiten Jahr in Folge die Experten der Buchbranche. Dass Daten das Öl im Getriebe der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts sind, war dort allen klar. Auch, dass das schöne Schlagwort “Big Data” reduziert werden muss auf “smart data”. Man muss in den Maschinenraum hinabsteigen, um den Wert der Daten zu heben. Und zugleich braucht es Weitblick, um mit den richtigen Daten auch die relevanten Erkenntnisse zu erhalten und die Zukunft zu sichern. Hier eine persönliche Zusammenfassung wichtiger Aussagen. Weiterlesen

ePublishing-Startups: Lessons learned

Der November war kein guter Monat für ePublishing-Startups: Mit Readfy und Oolipo in Deutschland sowie Pronoun in den USA haben innerhalb kurzer Zeit gleich drei Unternehmen, die mit viel Hoffnung in den Markt für digitales Lesen gestartet sind, ihr Scheitern verkündet. In der Branche ist seitdem immer wieder in Diskussionen zu hören, die Zeit für Experimente sei vorbei. Das wäre fatal, denn in der dynamischen Medienentwicklung der aktuellen Zeit wird es ohne immer weiteres Ausprobieren von neuen Ideen und Modellen nicht weitergehen. Aber auch experimentieren muss man lernen.

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Blockchain – wo und wie die Medien davon profitieren können

Im Rahmen von CONTENTshift hatten wir vor der Buchmesse letztes Jahr auf das Start-up SatoshiPay hingewiesen. Hier spielt schon das Thema eine große Rolle, das jetzt in aller Munde ist: Blockchain. Es geht womöglich um die nächste Revolution, weil der „middleman“ einmal mehr abgelöst werden kann. Jeder, der als Makler oder Notar, als verlässliche Institution fungierte, die Sicherheiten gewährt und bei Streitigkeiten als Anlaufstelle funktioniert, kann theoretisch ersetzt werden. Das betrifft natürlich auch Verlage. Die Technologie befindet sich laut Gartners Hype Cycle kurz vor dem Höhepunkt – und jetzt wird es darum gehen, in der Umsetzung die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn bei aller Technologie: Das Vertrauen in eine Bank, einen Verlag, einen Autor, das gewinnt man nur durch Personen und einem aufwändigen Markenaufbau.

Das Prinzip ist einfach: Es gibt viel mehr Rechner als bisher und diese sind vernetzt. Wenn jeder ein wenig von seiner Rechenleistung zur Verfügung stellt und es dann ein pfiffiges Verschlüsselungssystem dazu gibt (Erfinder ist Satoshi), dann können Daten besser vor Fälschungen gesichert werden als bisher. Denn eine Bank kann leichter ausgeraubt werden oder bankrott gehen. Das nächste Eldorado öffnet gerade seine Pforten und wartet auf disruptive Geschäftsmodelle. Weiterlesen

Was muss ein minimal viable product (MVP) umfassen?

Jason Cohen will seinen Kunden keine MVPs (minimal viable products) mehr anbieten. Das Prinzip “fake it till you make it” führt nicht nur zu Irritationen, sondern auch zu verärgerten Kunden, verbrannter Erde, sozusagen. In Zukunft sollen nur noch SLCs (simple, lovable, complete) auf den Markt kommen, das sind Produkte, die der Kunde liebt, weil sie einfach sind und in ihrer Einfachheit vollständig. Klingt gut, klingt einfach – und ist wie immer nur die halbe Wahrheit: Weiterlesen

Multichannel – die ersten Schritte zur richtigen Strategie

Christin Krooss von Google hat auf die Möglichkeiten des Handels hingewiesen, die Online- und Offlinewelt miteinander zu verbinden. (Auf dem Data Summit am 29. November werden wir das Thema vertiefen). Omnichannel scheint der einzig gangbare Weg für den Einzelhandel zu sein, außer man sucht sich eine ganz spezielle Nische: Die Kunden sind online und die Attraktivität der Einkaufsmeilen schwindet. Und auch wenn die Analyse der der IFH Köln dem Sortimentsbuchhandel eine stabile wirtschaftliche Entwicklung bescheinigt: Weltbild bekräftigt seinen Weg zum Multichannelanbieter und verweist auf die schwierige Lage im stationären Handel, wo die Mietpreise immer noch auf einem hohen Niveau sind, während die Umsätze durchgehend sinken.

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