eBooks an Schulen? So ein Quatsch!

Die Forderungen nach mehr Digitalisierung in der Schule erfreut sich zur Zeit großer Beliebtheit. Denn eigentlich kann man da nicht viel falsch machen: Man schwimmt im Mainstream. Selbst die Kultusministerkonferenz hat das mit ihrer Darstellung der sechs zu erwerbenden Kompetenzen abgesegnet. Alles klar also?
Leider nein, denn wie so oft rühren dann schnell Köche den Brei, die weder den Markt noch die Bedingungen an Schulen richtig im Blick haben. Es vergeht kein Tag, an dem nicht an irgendeiner Stelle mehr Digitalkompetenz an Schulen gefordert wird. Dann entstehen Halbwahrheiten, die den Blick auf das verstellen, was wirklich getan werden muss. Aktuell lässt PWC z.B. verlautbaren, dass eBooks an Schulen vor dem Durchbruch stehen. 59% Zustimmung für eBooks bestünden einer eigenen Studie zufolge in Haushalten mit schulpflichtigen Kindern. Und die Digitalisierung verlange nächste Schritte, denn das Gedruckte geht zurück. Das lenkt die Diskussion in die falsche Richtung. Weiterlesen

Wie bewertet man Start-ups? Ein Kriterienkatalog

Start-ups haben Konjunktur. So wie die Jugend. Sie versprechen neue Lösungen, frischen Wind und natürlich Ruhm und Reichtum. Haben Microsoft, Facebook und Amazon nicht auch ganz klein angefangen und sind jetzt reicher als manche Staaten? Natürlich muss man sich als Unternehmen mit ihnen befassen. Keine Frage, alles andere wäre nicht nur politisch nicht korrekt.
Aber wie soll man sie eigentlich bewerten? So wie picklige, pubertierende Jugendliche, die blöde Witze machen, nähert man sich ihnen vorsichtig. Wer weiß, ob sie so bleiben oder zu ungeahnter Schönheit erblühen?
Wir begleiten Start-ups seit vielen Jahren, haben selber welche gegründet, mehr als genug Ideen gegen die Wand gefahren und ein paar auch zum Erfolg gebracht. Aus der Arbeit bei CONTENTshift, dem Accelerator der Buchbranche, ist ein Kriterienkatalog für die Bewertung entstanden, den wir auf dem letzten “Eisbrecher” vorgestellt haben und gerne teilen wollen. Professor Dr. Okke Schlüter von der HDM in Stuttgart und ich haben diesen im Zusammenspiel mit dem Team des Börsenvereins und CONTENTshift über mehrere Jahre entwickelt und nutzen ihn als Basis für unsere Arbeit. Weiterlesen

Google Talk to Books – die Zukunft der Buchsuche?

Mit der Online-Anwendung “Talk to Books” hat Google Anfang des Monats eine neuartige Such-Applikation vorgestellt, die ihre Inhalte aus Büchern bezieht bzw. in ihrer Trefferliste Ergebnisse aus Google Books präsentiert. Talk to Books erscheint in einer Reihe von Experimenten mit neuer KI-Engine zur semantischen Analyse natürlicher Sprache und wird als Demoversion im Web frei zur Verfügung gestellt. Hat dieser Ansatz echtes Potenzial für die Erschließung von Wissen aus Büchern oder als Discoverability-Tool für Buchkataloge? Ein Überblick über das neueste Werkzeug des Suchmaschinen-Anbieters:

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Warum man Buyer Personas für die Bewertung von Technologien braucht

Buyer Personas werden schon länger in der Regel von zwei klassischen Abteilungen im Unternehmen genutzt: vom Marketing und der Softwareentwicklung. Beide nutzen sie in der für sie passenden Art und Weise, mal mit dem Schwerpunkt auf die Fokussierung durch Markenbildung und Sichtbarkeit, mal mit dem Schwerpunkt auf den Tätigkeiten der Zielgruppe. Bei der Entwicklung digitaler Angebote müssen diese beiden Abteilungen jedoch zusammenarbeiten, in der Regel durch die Vermittlung von Produktentwicklern oder dem Business Development. Hier die Gründe. Weiterlesen

Was haben Buyer Personas mit Metadaten zu tun?

Will man im Netz gefunden werden, dann sind die richtigen Metadaten eine Voraussetzung (siehe hierzu auch unsere Seminare hierzu und den Data Summit im November). Metadaten sind alle Daten, die ein Produkt beschreiben und nicht in ihm enthalten sein müssen. Metadaten sind die Sprache der Softwareprogramme, die die Produkte an den verschiedenen Touchpoints sichtbar machen. Gutes Metadatenmanagement heißt, dass man genau weiß, mit welchen Schlagworten man seine Angebote beschreibt. Um das zu können, muss man aber auch wissen, für wen das Angebot ist und wonach meine potenziellen Kunden suchen. Häufig liegt die richtige Beschreibung der Produkte und Angebote in der Hand der Produktentwickler, die je nach Branche Lektoren, Redakteure, Ingenieure, Designer etc. heißen. Und die passenden Vermarktungsaktionen werden dann meistens von den auch so genannten Abteilungen Marketing, Vertrieb und PR organisiert. Aber man muss beide Seiten der Medaille im Blick haben: die Produktentwicklung und die Vermarktung. Buyer Personas können hier der missing link sein, Weiterlesen

Die Innovationsfalle

Kaum jemand wird heute noch sagen können, Innovationen seien nicht wichtig für Unternehmen. Es ist zu offensichtlich, dass sich die Welt in rasendem Tempo bewegt. Deshalb wird jeder, der seinen Job behalten will, auch fleißig nach Neuerungen rufen, ob ihm das nun behagt oder nicht. Nun ist das mit den Neuerungen so, dass sie in der Regel nicht allen liegen. Jungen Menschen gefallen sie in der Regel eher, denn dann können sie den Alten mal zeigen, wo der Unterschied liegt. Je älter man wird, so will es die Regel, desto gefälliger hat man es sich im Leben eingenistet und nimmt Änderungen nur widerstrebend in Kauf. So will es die Regel, die auch hier natürlich nicht immer stimmt. Schauen wir einmal näher hin: Weiterlesen