Metadaten – durch bessere Keywords mehr verkaufen

Firebrand hat mit einer Studie zur Nutzung von Metadaten in den USA einige Punkte angesprochen, die auch für hiesige Verlage immer noch aktuell sind. Mit beteiligt waren sechs Verlage (Dover, Kaplan, Yale University Press, Andrews McMeel, Abrams, University of Nebraska Press), die je 20 Titel aus der Front- und Backlist über einen längeren Zeitraum untersucht haben. Der Fokus lag auf der Auswahl der keywords und den Einfluss auf den Verkauf. Keywords oder Schlagwörter sind grob gesprochen all die Begriffe, nach denen wohl der Kunde nach einem Titel auch sucht, wenn er nicht die klassischen Metadaten wie Autor, Titel, Preis, Verlag, Erscheinungstermin oder ähnlich bekannte Klassifizierungen nutzt. Dies ist im Zeitalter der fast universellen Google-Suche natürlich ins Zentrum gerückt. Denn die Zeiten des grünen, mehrbändigen VLB sind allemal vorbei, als Kunden allwissende Buchhändlerinnen nach bestimmten Titeln fragen durften und diese die wichtigste Quelle waren. Denn die Zukunft der Buchsuche ist mobil, gesprochen und durch Algorithmen verfeinert. Damit man aber diese Chancen auch nutzen kann, muss man seine Hausaufgaben machen. Und die beginnen bei den keywords. Weiterlesen

Bibliotheken als Dritte Orte – die Bibliotheca Alexandrina

An anderer Stelle hatten wir schon einmal auf die geänderte Bedeutung von Bibliotheken hingewiesen: Bibliotheken werden zu Dritten Orten und ihre primäre Rolle als Archiv tritt in den Hintergrund. Sie werden zu Stätten der Begegnung. Anlässlich unseres Vortrags in der Bibliotheca Alexandrina zur Zukunft des Lesens zeigen wir die Vielfalt der Aktivitäten in einer Bilderstrecke. Die Bibliothek publiziert eigenständig, sie bietet digital Zugänge zu allen möglichen kulturellen Schätzen in den verschiedensten Formaten und ist als Organisator von Ausstellungen und Konferenzen ein kulturelles Zentrum der Stadt. Die Bibliotheksarchitektur hat hier wie in Stuttgart oder Wien schon längst kulturelle Strömungen erkannt und ein genauer Blick lohnt sich. Denn was Kirchen und Museen können, das wollen auch Bibliotheken sein. In Zeiten der universellen Zugangs zu Informationen kommt ihnen dabei eine besondere Rolle zu. Weiterlesen

Start-ups und die Verlagsbranche – disruptive Geschäftsmodelle in der Übersicht

Am Freitag hatten zehn Start-ups im Programm CONTENTshift des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Pitch Ihre Geschäftsmodelle vorgestellt. Alle zehn haben das Potenzial, Neues zu entwickeln und die Erstellung, Organisation und Distribution von Content anders zu denken. Nur fünf konnten ausgewählt werden, die in den nächsten drei Monaten mit den Juroren und ihren Unternehmen neue Wege der Zusammenarbeit testen. Auf der Buchmesse wird aus den fünf Finalisten dann ein Gewinner gekürt.
Unabhängig vom Ausgang lohnt sich der Blick auf die Szene und die Überlegungen hinter den Start-ups. Wir dürfen diese in den nächsten Monaten als Coaches begleiten und stellen sie in der Folge kurz vor. Weiterlesen

Facebook ohne Jugend?

Das Pew Research Center hat die aktuelle Nutzung digitaler Medien bei Jugendlichen in den USA untersucht. Dabei bestätigen sich ein paar Tendenzen, die wir auch an anderer Stelle mit dem Verweis auf Studien im deutschsprachigen Raum gesehen haben. Die Ergebnisse lohnen einen Blick, da dieses Institut seriös einen Vergleich über längere Zeiträume zieht (wir berichteten 2013 an dieser Stelle über die erste Studie). Heutzutage ziehen ja viele “Studien” voreilig schon Rückschlüsse aus ein paar selbst gewählten Umfragen, die jeder problemlos erstellen kann, ohne viel nachdenken zu müssen.  Weiterlesen

eBooks an Schulen? So ein Quatsch!

Die Forderungen nach mehr Digitalisierung in der Schule erfreut sich zur Zeit großer Beliebtheit. Denn eigentlich kann man da nicht viel falsch machen: Man schwimmt im Mainstream. Selbst die Kultusministerkonferenz hat das mit ihrer Darstellung der sechs zu erwerbenden Kompetenzen abgesegnet. Alles klar also?
Leider nein, denn wie so oft rühren dann schnell Köche den Brei, die weder den Markt noch die Bedingungen an Schulen richtig im Blick haben. Es vergeht kein Tag, an dem nicht an irgendeiner Stelle mehr Digitalkompetenz an Schulen gefordert wird. Dann entstehen Halbwahrheiten, die den Blick auf das verstellen, was wirklich getan werden muss. Aktuell lässt PWC z.B. verlautbaren, dass eBooks an Schulen vor dem Durchbruch stehen. 59% Zustimmung für eBooks bestünden einer eigenen Studie zufolge in Haushalten mit schulpflichtigen Kindern. Und die Digitalisierung verlange nächste Schritte, denn das Gedruckte geht zurück. Das lenkt die Diskussion in die falsche Richtung. Weiterlesen

Wie bewertet man Start-ups? Ein Kriterienkatalog

Start-ups haben Konjunktur. So wie die Jugend. Sie versprechen neue Lösungen, frischen Wind und natürlich Ruhm und Reichtum. Haben Microsoft, Facebook und Amazon nicht auch ganz klein angefangen und sind jetzt reicher als manche Staaten? Natürlich muss man sich als Unternehmen mit ihnen befassen. Keine Frage, alles andere wäre nicht nur politisch nicht korrekt.
Aber wie soll man sie eigentlich bewerten? So wie picklige, pubertierende Jugendliche, die blöde Witze machen, nähert man sich ihnen vorsichtig. Wer weiß, ob sie so bleiben oder zu ungeahnter Schönheit erblühen?
Wir begleiten Start-ups seit vielen Jahren, haben selber welche gegründet, mehr als genug Ideen gegen die Wand gefahren und ein paar auch zum Erfolg gebracht. Aus der Arbeit bei CONTENTshift, dem Accelerator der Buchbranche, ist ein Kriterienkatalog für die Bewertung entstanden, den wir auf dem letzten “Eisbrecher” vorgestellt haben und gerne teilen wollen. Professor Dr. Okke Schlüter von der HDM in Stuttgart und ich haben diesen im Zusammenspiel mit dem Team des Börsenvereins und CONTENTshift über mehrere Jahre entwickelt und nutzen ihn als Basis für unsere Arbeit. Weiterlesen