Wozu braucht man eigentlich heute noch Buyer Personas?

Buyer Personas sind nicht neu. Darunter versteht man einen beispielhaften Kunden, den man sich vorstellen und ausmalen kann. Die Buyer Persona ist ein Abziehbild und die Summe aller (Vor)urteile über eine Zielgruppe, sie ist der kleinste gemeinsame Nenner aller Erfahrungen zu Zielgruppen.  Sie sind schon früh mit der Entstehung des Marketings aufgetaucht, erst geisterhaft, dann immer konkreter. Und in den 90ern wurden sie in der Produktentwicklung genutzt, um bei der Konzeption und Programmierung digitaler Angebote jemanden vor Augen zu haben, wenn man vor endlosen Codes und vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sieht. Man führte sie ein, um aus abstrakten Vorstellungen zu einem Produkt und einem nichtssagenden Briefing (“Unser neuer Webauftritt soll vor allem innovativ sein.”) eine sinnvolle Anleitung für die Produktentwickler zu entwerfen. Aber in Zeiten der Big und Smart Data stellt sich die Frage, ob man sie überhaupt noch braucht. Vor einem Jahr haben wir dargestellt, wie man über Facebook seine Zielgruppe analysieren kann und wie das im US-Wahlkampf genutzt wurde. Data driven Marketing ist nicht nur auf der bevorstehenden Leipziger Messe in aller Munde und heute macht Facebook Schlagzeilen, weil es ein Patent angemeldet hat, um seine Kunden in Arbeiter-, Mittel- und Oberklasse einzuteilen. Sind Buyer Personas out?

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Innovations-Strategien im Publishing: Verlage als CMS-Anbieter

Die Digitalisierungs-Projekte und Web-Auftritte deutscher Verlage dürften jetzt alle volljährig sein – um das Jahr 2000 starteten die meisten davon. Die dazu notwendigen Content-Management-Systeme sind mittlerweile zum festen Bestandteil der Systemlandschaft und IT-Infrastruktur im Publishing geworden. Aber CMS ist nicht gleich CMS: Von leichtgewichtigen Web-CMS-Applikationen bis zu hochintegrierten XML-Systemen für alle Inhalte und Publikationskanäle eines Verlags ist die Landschaft der Lösungen und Systemanbieter mittlerweile kaum noch überschaubar. In den letzten Jahren gibt es daneben aber einen bemerkenswerten Trend: Einzelne Verlagshäuser werden selbst zu CMS-Anbietern und bringen ihre zunächst für den eigenen Bedarf entwickelten Lösungen auch als Standard-System auf den Markt. Ein Blick auf spannende Fallbeispiele für modernes Verlags-Content-Management:

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Jugend ohne Buch – stimmt es, dass der Buchbranche die jungen Leser weglaufen?

Die Buchbranche reagiert nervös auf den Rückgang der Kunden und noch nervöser auf die Frage, ob die Jugend ohne Buch aufwächst. Es ist keine neue Frage:  Jana Lippmann vom Börsenverein hat mit einer Marktstudie auf den Verlust junger Käufer im Buchmarkt hingewiesen und die Verlage wissen seit Jahren, dass sie sich in ihren jeweiligen Märkten dem digitalen Wandel in unterschiedlicher Weise stellen müssen. (Hier geht es zu früheren Artikeln zu “digital natives” und zu vergangenen Studien, zum sich ändernden Suchverhalten nach Büchern im Netz, zur Zukunft des Lesens oder zum eBook-Markt.) Ein Blick auf die JIM-Studie 2017 veranschaulicht die Veränderungen im Verhalten der Jugendlichen besonders gut, weil sie die Mediennutzung Jugendlicher zwischen 14 und 19 seit 20 Jahren erforscht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Weiterlesen

Digitale Bildung an Schulen

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft hat kürzlich eine Studie zur digitalen Bildung an bayerischen Schulen herausgebracht, die sich wohltuend vom allgemeinen Geschrei um zu wenig Infrastruktur, uninteressierte Lehrer und eine verantwortungslose Politik abhebt. Denn dass der Weg steinig und nicht leicht ist, das wissen wir alle, und dass man dabei immer etwas zu kritisieren findet ist auch klar.
Die Studie zeigt vor allem auf, an welchen Stellen die künftigen Bemühungen ausgeweitet werden müssen, um Medienkompetenz bei Lehrern wie Schülern auch wirklich verbessern und entwickeln zu können. Dabei springen vor allem die folgenden fünf Forderungen ins Auge: Weiterlesen

Bücher werden zwar online gesucht und gekauft, aber immer seltener

Bücher zählen nach wie vor zu den beliebtesten Produkten beim Onlinekauf. Das zeigen die Untersuchungen der AGOF seit Jahren. Jetzt hat auch eine Befragung der Bitkom nochmal dasselbe bestätigt. Während der stationäre Handel kämpft und der Konzentrationsprozess in vollem Gange ist, sind es gerade Bücher, die online gekauft werden.
Zeitgleich weist Jana Lippmann vom Börsenverein auf den Verlust junger Käufer im Buchmarkt der letzten Jahre hin. Und auch hier lohnt sich wie immer der genauere Blick auf die Zahlen. Weiterlesen

Die Schattenseiten der Aufmerksamkeits-Ökonomie

Wird Ihnen der dauernde Zustrom an Content über ihre Online-Kanäle auch manchmal zu viel? Da sind Sie nicht alleine. Der Kampf um die Aufmerksamkeit und Nutzungszeit von Lesern und Medienkonsumenten wird heftiger. Maßnahmen wie die jüngsten Umstellungen im Facebook-Newsfeed zu Lasten von Verlagsinhalten sind nur ein oberflächliches Symptom für eine viel fundamentalere Veränderung: Content ist kein knappes Gut mehr. Noch mehr Inhalte werden nicht helfen – nur ein besserer Zugang zum Kunden.

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