Sind Verlage wirklich falsch im App-Store?

Im Buchreport äußert sich Ralf Tornow von Rowohlt über den ungenügenden Absatz von (enhanced-)e-Books.
Dass die Erwartungen auf eine Kompensation der Umsatzrückgänge im Print durch digitale Produkte hoch sind, dass der Zeitdruck wächst, schürt die Zweifel, ob denn der Weg über Apple auch wirklich zurück ins Paradies führt.
Allein, der Baum der Erkenntnis dürfte auch verraten, dass nur der Kunde wird, der schnell findet, was er sucht.
Zur Zeit ist es der mit Abstand größte Onlinehändler Deutschlands, der ein gut funktionierendes Suchsystem anbietet. Längst schlagen Buchkunden zuerst bei Amazon nach, wenn sie etwas suchen. Und das, obwohl der Katalog alles andere als bestens gepflegt ist. Aber er ist eben einfacher zu bedienen und schneller zu erreichen als die aller Konkurrenten.

Erst wenn Apple und google einen gut gepflegten Produktkatalog vorlegen, der es jedem Suchenden sofort ermöglicht, mindestens ein gewünschtes Produkt zu finden, dürfte sich der Markt noch einmal drehen. Ob das noch lange braucht? Apple dürfte sich diesen Markt sichern wollen. Und dass google schon lange mit google books die Voraussetzungen geschaffen hat ist auch klar.

Die Zeit empfehlen wir mit einem guten Buch zu überbrücken.
http://www.amazon.de/Die-gestohlene-Sch%C3%B6pfung-Urs-Widmer/dp/3257214030/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1314031376&sr=1-1
Hier zum Interview mit Ralf Tornow:
http://www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2011/08/22/verlage-sind-falsch-im-app-store.htm

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www.smart-digits.com

Meine Schwerpunkte sind die strategische Entwicklung von Unternehmen, die Gestaltung der passenden Geschäftsmodelle und die Kundenanalyse - das klingt nach trockenem Brot. Aber es kann sehr kreativ, anregend und erfüllend sein. Aus meiner Erfahrung als Produktmanager, Verlagsleiter und Geschäftsführer beim Carl Hanser Verlag und Haufe-Lexware kenne ich das Mediengeschäft und die Herausforderungen durch die Digitalisierung. Mit Partnern entwickle ich Plattformen wie flipintu oder lectory und digitale Lernmethoden mit dem Goethe-Institut und verschiedenen Universitäten. Man muss etwas selber erfahren, um es auch vermitteln zu können. Nicht dass ich ein Fan von Steve Jobs wäre, aber seine legendäre Rede in Stanford ist klug und das Motto passt: Stay hungry. Stay foolish. Das Leben ist zu kurz, um es mit sinnlosen Meetings und Phrasen zu vergeuden.