Lesen die jungen Menschen überhaupt noch? Und wenn ja, wie und warum?

Die gute Nachricht aus den USA: Junge Menschen lesen noch. Und sie lesen auch Bücher. Und sie nutzen Bibliotheken.
Das Pew Research Center hat wieder einmal zugeschlagen und fast 3000 Personen zu ihren Lesegewohnheiten befragt. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

Natürlich ist die Pflichtlektüre der Hauptgrund für das Lesen bei Schülern. Aber das Buch ist und bleibt ein wichtiges Medium, um sich die Welt anzueignen. Immerhin sind es noch 83% der Bevölkerung, die zumindest einmal im Jahr zu einem Buch gegriffen haben.
Und es sind die jungen Menschen, die anscheinend doch nicht so schlecht sind, wie sie ihren Eltern vorkommen: Zumindest im Interview haben sie angegeben, dass sie lesen.

Überraschend oft wird dabei am Computer oder mit dem Smart Phone gelesen. Tablets und eReader sind doch noch nicht so verbreitet. Je älter (und je kaufkräftiger) die Kunden, desto eher werden eReader und Tablets herangezogen. Dieses Verhältnis dürfte sich in den nächsten Jahren verändern, wenn immer mehr günstige Lesegeräte auf den Markt kommen oder gar das Tablet zum Lesegerät an den Schulen herangezogen wird.

Dabei bestätigt sich auch eine frühere Beobachtung des Pew Research Centers: Junge Vielleser lesen insgesamt mehr. Dass auch hier die Größe des Geldbeutels den Gang in die Bibliothek beeinflusst, mag nicht verwundern. Deutlich wird auch, dass viele noch nicht wissen, dass sie eBooks auch über ihre Bücherei ausleihen können. Noch ist dies nicht stark im Bewußtsein verankert.

 

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www.smart-digits.com

Meine Schwerpunkte sind die strategische Entwicklung von Unternehmen, die Gestaltung der passenden Geschäftsmodelle und die Kundenanalyse - das klingt nach trockenem Brot. Aber es kann sehr kreativ, anregend und erfüllend sein. Aus meiner Erfahrung als Produktmanager, Verlagsleiter und Geschäftsführer beim Carl Hanser Verlag und Haufe-Lexware kenne ich das Mediengeschäft und die Herausforderungen durch die Digitalisierung. Mit Partnern entwickle ich Plattformen wie flipintu oder lectory und digitale Lernmethoden mit dem Goethe-Institut und verschiedenen Universitäten. Man muss etwas selber erfahren, um es auch vermitteln zu können. Nicht dass ich ein Fan von Steve Jobs wäre, aber seine legendäre Rede in Stanford ist klug und das Motto passt: Stay hungry. Stay foolish. Das Leben ist zu kurz, um es mit sinnlosen Meetings und Phrasen zu vergeuden.