Der Appmarkt 2013/14

Eine Übersicht von distimo zum Appmarkt in 2013 und zum Dezember 2013 zeigt im Vergleich zu den vorangegangenen Studien ein paar Neuerungen. An der grundlegenden Schwierigkeit des Marktes für Verlage ändert sich wenig. Das bestätigt einmal mehr die Notwendigkeit eines aufeinander abgestimmten Webangebots, das Mobile Publishing von eBooks bis zu Apps, vom Webauftritt bis zu den Social Media-Aktivitäten als Verbund begreift.

Einmal mehr machen die Spieleapps den größten Umsatz, bei Apple (63%), Amazon und Google. Daran hat sich nichts geändert, auch wenn bei Google Play ein paar Apps erfolgreich waren, bei denen der Versand im Vordergrund stand. Dabei zeigen sich sowohl Backlisteffekte (viele der erfolgreichsten Apps in 2013 wurden im Jahr davor auf den Markt gebracht) wie auch schnelle Bewegungen im Markt (innerhalb weniger Wochen wurden Millionenumsätze erzielt).

 

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Auffallend ist die relativ gleichmäßige Verteilung der Umsätze in Deutschland über iPad, iPhone und Google Play. Im weltweiten Vergleich zeigen sich hier deutliche Unterschiede zwischen den Ländern.

 

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Die Umsatzzuwächse sind nach wie vor groß (81% in den USA, 90% in Deutschland, 759% in Südkorea), wobei sich der größere Zuwachs von Google parallel zum Hardware-Markt weiter als Trend bestätigt hat und mittlerweile einen Marktanteil von 37% vorweist.

 

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Bei den Geschäftsmodellen zeigt sich eine weitere Bestätigung eines Trends: Freemium-Modelle funktionieren am besten. Nicht nur im Apple-Store, auch bei Google Play ist der Trend eindeutig, dass In-App-Purchase aus kostenlosen Apps heraus am besten funktioniert.

 

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Interessanterweise betrifft das nicht nur die Spiele. Auch bei Büchern zählt: Zeig erst, was du hast, dann kaufe ich auch den Rest. Bei Nachrichten ist das natürlich noch wichtiger, bei Aggregatoren entscheidend.

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Veröffentlicht von

www.smart-digits.com

Meine Schwerpunkte sind die strategische Entwicklung von Unternehmen, die Gestaltung der passenden Geschäftsmodelle und die Kundenanalyse - das klingt nach trockenem Brot. Aber es kann sehr kreativ, anregend und erfüllend sein. Aus meiner Erfahrung als Produktmanager, Verlagsleiter und Geschäftsführer beim Carl Hanser Verlag und Haufe-Lexware kenne ich das Mediengeschäft und die Herausforderungen durch die Digitalisierung. Mit Partnern entwickle ich Plattformen wie flipintu oder lectory und digitale Lernmethoden mit dem Goethe-Institut und verschiedenen Universitäten. Man muss etwas selber erfahren, um es auch vermitteln zu können. Nicht dass ich ein Fan von Steve Jobs wäre, aber seine legendäre Rede in Stanford ist klug und das Motto passt: Stay hungry. Stay foolish. Das Leben ist zu kurz, um es mit sinnlosen Meetings und Phrasen zu vergeuden.