7 Tipps für die Appentwicklung

Brauche ich heute eigentlich noch eine App? Oder reicht der auf mobile Geräte optimierte Zugang zum Netz? Für klassische Contentanbieter eine zentrale Frage. Zum einen wird dies sicher mit der Einschätzung zusammenhängen, ob man es mit dem eigenen Angebot schaffen wird, zu den 25-30 Apps zu gehören, die der eigene Kunde installiert hat und häufig nutzt. Dass der Job nicht einfacher geworden ist bei durchschnittlich 48.000 Appdownloads weltweit in der Minute, liegt auf der Hand. Aber mit einem spitzen, guten Angebot soll man die Hoffnung nie aufgeben. Eric Blattberg hat auf digiday einige Fehler bei der Appentwicklung von Newsanbietern aufgelistet und damit die aktuelle Debatte um Web-Apps oder den mobilen Zugang zum Web bereichert. Lesenswert ist in dem Zusammenhang auch der Vergleich der Appentwicklung mit dem Bau eines Hauses von Kyle Richter. Auf die Frage, was denn eine App kostet, sollte man Preisangaben mißtrauen, die von der Stange kommen.

Die Liste unserer Empfehlungen auf diesem Blog zum Thema Apps ist lang.
Sie reicht von einer Einschätzung der Freemium-Angebote und des Android-Marktes über die Vermarktung sowie die Erwähnungen in den Stores zu Empfehlungen, ob native, hybride oder Web-Apps besser geeignet sind für die eigenen Ziele. Aus den zahlreichen Checklisten und Mustern hier nochmal eine Zusammenstellung der wichtigsten Punkte.

  1. Habe ich ausreichend Zeit und die richtigen Ressourcen für das Konzept und den Projektplan? Eine gute Produktentwicklung ist zentral,um Kundenbedürfnis, Fokussierung, Ansprache, Marketingaktionen etc. auch auf den Punkt zu bringen für den Launch. Sonst habe ich zu wenig Futter für die Vermarktung.
  2. Kundenanalyse: Habe ich zu Beginn ein klares Bild entworfen? Berücksichtige ich die Verhaltensweisen meines vermuteten Kunden in meinem Angebot (Wann will er genau was haben?)?
  3. Wie lautet meine je eigene Antwort auf die Themen “social” (Wo verlangt mein Kunde das? Wie mache ich meine Kunden zu Multiplikatoren?..), “Mitwirkung der Kunden” (Macht crowdsourcing Sinn? Wie erfahre ich, was mein Kunde will oder nicht will?…), “Einfachheit” (Ist mein Angebot klar genug? Auf welche multimedialen Elemente darf ich nicht verzichten?…)?
  4. Wie lang soll mein Kunde die App nutzen? Je klarer ich das definiere, desto besser mein Angebot. Denn jeder wird mich eines Tages verlassen wollen und andere Dinge machen als meine App zu nutzen.
  5. In welcher Frequenz will ich Push-Nachrichten senden? Und in welcher durch Updates mein Angebot in Erinnerung rufen?
  6. Freemium ist das Gebot der Stunde, denn die Zahlungsbereitschaft ist minimal. Wann forder ich meinen Kunden wie zum Zahlen auf? Wie definiere ich meine Paywall?
  7. A/B-Tests und die kontinuierliche Weiterentwicklung sind Pflicht. Wie lautet mein Plan für die nächsten Schritte? Wie fließen die Kundenrückmeldungen ein?

 

Veröffentlicht von

www.smart-digits.com

Meine Schwerpunkte sind die strategische Entwicklung von Unternehmen, die Gestaltung der passenden Geschäftsmodelle und die Kundenanalyse - das klingt nach trockenem Brot. Aber es kann sehr kreativ, anregend und erfüllend sein. Aus meiner Erfahrung als Produktmanager, Verlagsleiter und Geschäftsführer beim Carl Hanser Verlag und Haufe-Lexware kenne ich das Mediengeschäft und die Herausforderungen durch die Digitalisierung. Mit Partnern entwickle ich Plattformen wie flipintu oder lectory und digitale Lernmethoden mit dem Goethe-Institut und verschiedenen Universitäten. Man muss etwas selber erfahren, um es auch vermitteln zu können. Nicht dass ich ein Fan von Steve Jobs wäre, aber seine legendäre Rede in Stanford ist klug und das Motto passt: Stay hungry. Stay foolish. Das Leben ist zu kurz, um es mit sinnlosen Meetings und Phrasen zu vergeuden.