Senioren und das Internet

Senioren und das Internet

Dass die Unterscheidung in “digital natives” und das alte Eisen nicht stimmig ist, darauf haben wir schon einmal hingewiesen. Es gibt zahlreiche, sehr unterschiedliche Plattformen, die zeigen, dass man auch im Alter dazulernen kann. Die Bandbreite reicht von staatlich geförderten Initiativen oder Stiftungen wie das “BSNF” oder die “Stiftung Digitale Chancen“ über “Senioren & Internet“, “Feierabend” oder “Seniorentreff” bis zu Empfehlungsplattformen für Bücher wie “LernCafe“, die nicht explizit Senioren ansprechen, es aber doch tun.
Eine aktuelle Studie der AGOF hat gezeigt, dass “nur” oder “sogar” 40% der Personen über 60 in Deutschland das Internet nutzen. Sprich: Obwohl das Internet für ältere Menschen viele Vorteile bieten könnte, hinkt die Nutzung noch hinterher. Hierzu passen auch die Studien des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, in denen deutlich wird, dass der Lernprozess langsam ist und vor allem ältere Menschen aufgrund der Verunsicherung noch keinen Zugang gefunden haben. Dass auch hier eine eindeutige Zuordnung von “Senioren=nutzen das Internet nicht” und “digital natives=machen alles online” nicht stimmt, zeigt allein ein Blick auf die Kommentare der “Zeit“, die zum Thema Senioren und Internet ihre Leser befragt hat.
Wir gehen davon aus, dass die Internetnutzung durch ältere Menschen zunehmen wird. Wie das in ein bis zwei Jahren dann in Deutschland aussehen kann, zeigt eine neuere Untersuchung des Pew Research Center über die Internetnutzung von älteren Menschen in den USA.

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Mobile Publishing: Update Juni 2014

Mobile Publishing: Update Juni 2014

Publishing ist nicht tot. So sehr die Diskussionen wie “digitale Medien vs. Print” oder “Zeitungen vs. Google” von den Protagonisten gerne dramaturgisch zugespitzt werden: Die Frage, ob analoge Medien überholt sind, hat so niemand gestellt. Und sie mit Verve zu verneinen, bringt niemanden weiter bei der Entwicklung von zukunftsfähigen Konzepten. Umso lieber lesen wir, wenn Publishing-Profis sich tiefgehende Gedanken darüber machen, wohin die Reise gehen kann. Für das Mobile-Publishing-Update Juni 2014 fanden wir besonders bemerkenswert:

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Bestseller oder Long Tail?

Bestseller oder Long Tail?

Ist es wirklich so, dass die Backlist länger lebt im Netz? Nur weil der Klick auf einen seltenen Titel so leicht erscheint, heißt es noch nicht, dass dieser Klick auch stattfindet. Der Kunde muss den Titel nach wie vor erst einmal kennen, suchen und wollen.
Marcello Vena hat mit einem White Paper das Thema Long Tail noch einmal in die Diskussion gebracht und die Gegenstimmen sind auch schon erklungen. Die  klassische Pareto-Regel, nach der 80% des Umsatzes mit 20% der Titel gemacht wird, galt ja für Publikumsverlage schon immer. Diese Tendenz hat sich seiner Einschätzung nach verschärft. Die Hoffnung hat sich nicht bewahrheitet, dass die scheinbar unendliche Verfügbarkeit von digitalen Produkten bei geringsten Kosten zu viel Umsatz führt. Und über die Gründe darf jetzt spekuliert werden.

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Smartwatches, smartglasses, wearables – und was ist mit dem Content?

Smartwatches, smartglasses, wearables – und was ist mit dem Content?

Die Wearables sind unter uns. Als zweite Welle der mobilen Endgeräte nach Smartphone und Tablet kommen Armbanduhren und Brillen mit Betriebssystem und Internetanschluss auf uns zu. Obwohl Google Glass, das publikumswirksamste Projekt der letzten Jahre, in den USA unter dem Schlagwort der “Glassholes” bereits ein schwerwiegendes Image-Problem hat, haben die Deutschen offenbar großes Interesse an Glass:

Nach einer aktuellen Studie der BITKOM kann sich ein Drittel der Befragten vorstellen, die AR-Brillen zu nutzen. Und natürlich sind alle großen Ökosysteme dabei, ihre Systembasis auf Wearables und andere Gerätetypen wie Fernseher, Autos und Haushaltsgeräte zu erweitern. Die Liste der Android-Varianten, die jüngst auf der Google I/O vorgestellt wurde, spiegelt diesen Trend genau wieder. Was bedeutet diese Geräte-Schwemme aber für Content-Anbieter? Und wie lässt sich die Erweiterung des “internet of things” für den Kundenkontakt nutzen?

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Lesen junge Menschen noch?

Lesen junge Menschen noch?

Das Kaufhaus Macy`s hat eine schöne Kampagne gestartet, um jungen Menschen das Lesen zu erleichtern – und zugleich wieder neue Kunden zu gewinnen. Kampagnen mit Büchern kommen immer gut an. Denn ein Buch ist ja ein Kulturgut und damit als Werbeträger positiv besetzt. Dem kann niemand widersprechen.
Blöd nur, wenn die Kinder immer weniger lesen wollen. Und die Eltern für den Urlaub

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Neueste Marktstudien zu eBooks – ein Überblick

Für alle Eiligen – und wer ist das heute nicht? – hier eine Zusammenfassung der letzten Studien über eBooks und das Leseverhalten an digitalen Geräten.

Die Aussagen im Überblick:

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Mobiles Lernen

Mobiles Lernen

Mobiles Lernen in der Schule? Ach, wer kennt Sie nicht, die Videos von spielenden Babys, die eine Zeitschrift mit einem Tablet verwechseln, die sich ach so vertraut mit den neuen Geräten beschäftigen und die dann schnell als “digital natives” bezeichnet werden. Eine Zukunft wird heraufbeschworen, in der es nur noch das eine oder das andere gibt und in der wir ganz schnell handeln müssen. Und dann drohen Herr Spitzer mit digitaler Demenz und Herr Dueck mit einer Antwort. Dass es den “digital native” so nicht gibt, haben wir mehrfach betont und verweisen nochmals auf die Untersuchung des Hans Bredow-Instituts.

Und dass Veränderungen in der Gesellschaft immer länger brauchen, ist auch jedem klar: Junge, mit eBooks vertraute Eltern, lesen ihren Kindern nach wie vor gedruckte Werke vor. Einfache Antworten lassen sich in einem rasch ändernden Markt nicht finden, weshalb es wichtig ist, auf die konkreten Beispiele zu schauen, die es gibt:

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