Facebooks Zukunft: von „I like“ zu „we all like“?

Mark Zuckerberg hat sich nicht nur vielbeachtet auf der F8-Konferenz zur Zukunft von bots, AR und VR geäußert, sondern – weniger bachtet – kürzlich sein Manifest für das neue Facebook veröffentlicht. Damit stellt er sich als Welterneuerer in die illustre Tradition von LutherMarx&Engels, Lenin, der DadaistenFuturisten, Unterzeichner des cluetrain-Manifests und vielen mehr. Eine staatsmännische Antwort auf Trump nennen es die einen, den Untergang des Journalismus die anderen. Worum geht es? Weiterlesen

Portfoliomanagement für Content: analog, digital, crossmedial

Gutes Portfoliomanagement hat es schon immer gegeben. Jeder Verlag, der über zehn Jahre alt ist, hat das praktiziert, sonst wäre er untergegangen. Verleger ist man aus Stolz über eine nachhaltige Wirkung. Und ich freue mich heute noch über Buchreihen oder Portale bei Hanser oder Haufe, die ich einmal ins Leben gerufen habe und die als Backlist zu den Standbeinen gehören (oder bei anderen Verlagen wirken). Im Zusammenspiel von digitalen und analogen Medien haben sich jedoch neue Herausforderungen ergeben. Diese gelten nicht nur für Verlage. Jeder, der seine Kunden mit „Content“ beglücken will, kann hier von Verlagen lernen. Gutes „Content Marketing“ ist nämlich keine klassische Kompetenz von Agenturen oder Softwareentwicklern, die stärker von Werbebudgets oder Technologieentwicklungen geprägt sind. Gutes „Content Marketing“ heißt, mittelfristig ein Programm aufbauen, das den Kunden in den Bann zieht und ihn wiederkommen lässt. Und wiederkehrende Kunden sind allemal günstiger als Neukunden – das steht in jedem Lehrbuch für Marketer.

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Virtual Reality und 360-Grad-Video: Trends von der i4c

Letzte Woche fand in München an der Hochschule für Fernsehen und Film die i4c-Konferenz statt, eines der interessantesten Events für Augmented Reality, Virtual Reality und 360-Grad-Video im deutschsprachigen Raum. Neben vielen aktuellen Fallbeispielen wurden auch Technologietrends und Erfahrungsberichte  von Filmemachern, Journalisten und Kreativen vorgestellt: Discoverability, Distribution und die jüngsten „lessons learned“ waren mit im Programm. Hier der Überblick über die zentralen Trends und Erkenntnisse für die Gestaltung innovativer visueller Medien in 2017:

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Dritte Orte: Wie Bibliotheken Begegnung bieten

Mit der Digitalisierung wurde Bibliotheken oft schon der Tod vorhergesagt. Als Beispiel mag das Interview mit dem Leiter der Bibliothek der ETH im Februar stehen, in dem er Bücher für überflüssig erklärt und heftige Reaktionen hervorruft. Disruptive Change und die Ersetzung des Gedruckten hat sich bei Wörterbüchern, Lexika oder den Falkplänen ja schon schnell gezeigt und nicht erst  Warren Buffet sagt den Zeitungen ihren baldigen Tod voraus. Wenn Print tot ist, wozu dann noch Bibliotheken, die seit Jahrhunderten Handschriften und Gedrucktes sammeln? Auf den ersten Blick scheint das stimmig. Aber nur auf den ersten, denn es ist liegt kein logischer Schluss vor, nur eine Analogie. Analogien sind zwar einprägsam und im politischen Diskurs omnipräsent, aber sie werden nicht umsonst seit Jahrhunderten als rhetorisches Stilmittel bezeichnet, nicht als logische Schlussfolgerung. Nun gibt es offensichtliche Gründe für eine Veränderung der Bibliotheken:

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Die Generation Z geht shoppen

Sollte mich Alexa wirklich mal loslassen und ich gehe aus dem Haus, dann setze ich künftig beim Betreten eines Geschäfts erst einmal meine neue Brille auf. Denn diese vergleicht für mich die Preise der Produkte und sagt mir sofort, ob diese nicht woanders für ein paar Euro billiger zu haben sind und was die anderen Kunden dazu geäußert haben. Mein chatbot stellt mir dann noch ein paar kluge Fragen und führt mich auf die richtige Fährte, um das zu mir passende Angebot zu finden. Vielleicht ist das mit der Handtasche heute doch keine so gute Idee gewesen. Und es genügt nur ein einziges Wort und über mein Smartphone bestelle ich beim günstigsten Anbieter. Drohnen bringen mir das Produkt nach Hause, während ich noch einen Kaffee trinken gehe. Dabei setze ich dann meine richtige Sonnenbrille auf. Menetekel oder nahe Zukunft?

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App-Entwicklung: Nativ, Web oder Hybrid? Teil 3: Der richtige Entwicklungspfad

Im ersten Teil unserer Artikelserie zur App-Entwicklung haben wir vor allem die Umsetzung nativer Apps betrachtet, im zweiten Teil die Vor- und Nachteile von Web-Apps und hybrider App-Entwicklung diskutiert. In einem neuen Projekt stellt sich natürlich immer die Frage, welcher Entwicklungspfad konkret gewählt werden soll. Auch dazu möchten wir Ihnen im dritten Teil unserer Artikelserie unsere Erfahrungen aus Projekten der letzten Jahre zusammenfassen:

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