Das Schulbuch der Zukunft

Wen wundert´s: Einer Studie der Ruhr Universität Bochum zufolge sind Schüler motivierter und lernen besser, wenn sie selbst und in der Gruppe Experimente machen, statt Videos zu konsumieren. Bei Kindern tritt die Phase des „selber machen“ schon früh auf und dass man die gut gemeinten Ratschläge der Eltern immer erst selber durch schlechte Erfahrungen untermauern muss, das ist allen bekannt. Dinge bleiben immer dann besser hängen, wenn sie mit einer eigenen Erfahrung verknüpft werden, denn das Gehirn speichert logischerweise alles viel stärker, je mehr Sinne und Tätigkeiten und Zeit damit verbunden sind. Was heißt das für die digitale Bildung und für die Entwicklung moderner Lernmedien?

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Gute Zahlen, schlechte Zahlen: Die mühsame Vermessung des eBook-Marktes

Marktzahlen zum eBook – wohl in kaum einem anderen Branchenbereich wird so viel mit Zahlen und Studien hantiert. Und in kaum einem anderen Bereich werden sie so hitzig diskutiert, obwohl sie sich bei näherem Hinsehen oftmals als nur wenig aussagekräftige Ausschnitte von Teilmärkten erweisen. Nachdem im letzten Jahr eine Welle von Artikeln zum angeblichen Niedergang des eBook-Marktes in den USA durch die Medien gegangen ist, war im Frühjahr 2017 nun das UK an der Reihe. Bemerkenswert daran aber: Mit Jan Tißler hat sich ein Journalist außerhalb des Buchbranchen-Umfeldes an die Dekonstruktion dieser Berichterstattung gemacht – und nur in wenigen Schritten die weitgehende Substanzlosigkeit der Artikel von Forbes, CNN und Guardian belegt. Warum ist es so schwierig, aussagekräftige Zahlen über den eBook-Markt zu erheben und darüber zu berichten? Ein Erklärungsversuch:

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Generation „What?“

Als „Europabericht“ wird die Studie von ZDF, BR und SWR mit sinus bezeichnet und erinnert an „Eurovisionssendungen“ vergangener Tage. Aber es geht um die Zukunft. Und weil man schon ahnte, dass nach der „Generation Z“ nicht mehr viel kommen kann und man die Jugend nicht gleich demotivieren will, hat man die 18-34-Jährigen hier nach dem französischen Vorbild gleich mit „Generation What“ getauft. Zusammengefasst: Das Vertrauen in Institutionen ist gesunken. Und das, obwohl diese Generation in keinen innereuropäischen Krieg geschickt wurde, wie ein paar Jahrzehnte zuvor. Das trifft auch die Medien und die Schulen. Ihrer Ausbildung stehen deshalb die wenigsten positiv gegenüber und beim Sex… aber lesen Sie weiter, hier die Ergebnisse im Überblick: Weiterlesen

Vom Knowledge Graph zu Google Lens: Die Zukunft der Suche

Von den Anfängen von Google bis heute haben Suchmaschinen eine rasante Entwicklung hingelegt. Sie zeigt sich in der Online-Suche nach Web-Inhalten und prägt die Kundenerwartung in Consumer-Anwendungen und Fachdatenbanken. Ist man einmal den Komfort und die Usability der Google-Suche gewohnt, wird man sie kaum an anderer Stelle missen wollen. Mit sprachgesteuerten Assistenten und visueller Suche entwickeln sich aktuell neue Paradigmen in den Suchsystemen, die großes Potenzial für die Weiterentwicklung der nächsten Generation Content-Anwendungen haben. Was bedeuten diese Innovationen für Content-Anbieter im Netz? Ein aktueller Überblick über die Entwicklung der Online-Suche:

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Paywalls – die Erfahrungen der Zeitungen in den USA

Warren Buffet sagt ein großes Zeitungssterben voraus und ist damit nicht der Erste. War die Freigabe von Inhalten im Netz für die Zeitungen vor über 20 Jahren ein Sündenfall oder nicht? Zunächst schien es so, denn die ersten Paywalls der 90er hatten wenig Erfolg. Aber die Experimente gingen weiter und in den letzten Jahren häuften sich die Angebote, in den USA, aber auch in Europa. Die Beispiele könnten auch für andere Branchen relevant sein, denn das Nutzerverhalten wird von allen Teilnehmern geprägt, nicht nur von Google, Apple und Co.

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Digitale Produkte sind nie fertig: der Weg zur richtigen Update-Strategie

Wir haben es in unserem Artikel zum Portfolio-Management bereits betont – und eigentlich gehört es zu den Binsenweisheiten des Produktmanagements in der Online-Welt: Digitale Produkte sind nie fertig. Doch weil dieser Effekt zu den wahrscheinlich größten Unterschieden zwischen Digitalmodellen und klassischen Verlagsprodukten gehört, wird er in der Produktentwicklung oft vernachlässigt – auf allen Ebenen. Das Resultat ist allerorten zu besichtigen: Apps, die nach kurzer Zeit mit großen Verlusten wieder eingestellt werden; Online-Datenbanken, die lieblos gepflegt und auf dem Usability-Stand des Jahres 2000 vor sich hin vegetieren; Portale, die Geheimprojekte bleiben, weil der Google-Bot nicht den Weg hinein findet. Wie kann man es besser machen? Ein Blick in die Best Practises für die digitale Produktentwicklung:

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