Deutschland im Digital-Kater?

Deutschland im Digital-Kater?

Immer wieder passieren Dinge gleichzeitig, die eigentlich kausal nichts miteinander zu tun haben – bei denen man aber dennoch ins Grübeln kommt wegen ihrer Parallelität. So geschehen letzte Woche: Nahezu zeitgleich gab der japanische eCommerce-Konzern seinen Merger mit dem eBook-Distributor OverDrive bekannt, während in Deutschland Langenscheidt seinen Einstieg in den Ausstieg aus dem Digitalgeschäft vermeldet. Optimismus in Asien, Katerstimmung in Deutschland? Dabei gibt es viele, kluge strategische Initativen der Großverlage für das Digital-Geschäft – von Springer und Burda bis zu Holtzbrinck und Random House. Umso merkwürdiger mutet die aktuelle Koinzidenz an.

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Herausforderungen 3.0 am Beispiel Wissenschaft

Herausforderungen 3.0 am Beispiel Wissenschaft

Die Digitalisierung stellt mehr Aufgaben als einem lieb ist. Manche kann man selber lösen, bei vielen braucht man Partner. Und man hätte gerne erprobte Strategien, auch wenn man insgeheim weiß, dass diese nichts bringen. Deshalb lohnt oft der Blick auf andere Bereiche der Branche. Denn in der digitalen Welt sind oft viele Dinge näher verwandt als in der analogen. Während die Branche das Thema Open Access diskutiert auf den Tagungen wie der APE-Konferenz,rüsten sich andere wie Springer Science und Holtzbrinck für Elefantenhochzeiten. Die Wissenschaftsbranche ist bezüglich der Digitalisierung schon weiter fortgeschritten als manch andere und deshalb lohnt der Blick auf deren Herausforderungen. Denn es lassen sich einige Parallelen erkennen.

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Mobile Publishing: Update Februar 2015

Mobile Publishing: Update Februar 2015

Verrückte Welt: Während in Europa gerade das EuGH das eBook zum “Nicht-Buch” erklärt und damit das widersinnige Mehrwertsteuer-Wirrwarr zwischen Print und Digitalmedien verewigt hat, schielen die großen Ökosysteme in den USA nach den Sternen. Ob die Stoßrichtung dabei Smartwatches, Wearables, Elektroautos oder gar die Raumfahrt ist – die Innovationskraft der Konzerne dort scheint keine Grenzen zu kennen. Und klassische Medienprodukte von Verlagen spielen dabei immer weniger eine Rolle. Ob das gut oder schlecht ist fürs mobile Publizieren?  Hier die aktuellen Trends:

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Die Zukunft des Buches, Sobooks und der Wert des Gedruckten

Die Zukunft des Buches, Sobooks und der Wert des Gedruckten

Mit der Digitalisierung und der Vernetzung verändern sich sowohl das Buch als auch die Buchbranche. Aber wie verändern sie sich? Und muss das überhaupt so schlimm sein?

Der Frankfurter Journalist Martin Schmitz-Kuhl hat hierzu in dem gerade erschienenen Buch „Books & Bookster. Die Zukunft des Buches und der Buchbranche“ verschiedene Experten und Branchenkenner befragt – von Nina Hugendubel über Alexander Skipis bis hin zu Sascha Lobo.

Ein Interview über eigene Ergebnisse und Erkenntnisse – nach einem Jahr Recherche und zehn Tagen Diskussion seines Buches auf Sobooks.

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Metadaten für Bücher – sei ein “Kindle Samurai!”

Metadaten für Bücher – sei ein “Kindle Samurai!”

Mit welchen Metadaten versehe ich meinen Titel am besten? Hier lohnt ein Blick auf die Selfpublisher in den USA, denn diese behelfen sich meist mit einfachen, klaren Anweisungen. Und die kommen von Amazon. Es gibt immer noch Verlage, die noch nicht so vertraut sind mit dem Thema Metadaten. Sie lassen sich auch durch die höheren Gebühren nicht abschrecken, die sich für die schlechte Pflege von Metadaten hinter VLB+ verbergen. Sie könnten auf die Autoren achten, die ihnen entgangen sind, den Selfpublishern. Diese lernen nämlich schnell dazu und kümmern sich darum, welche Keywords sie brauchen, um schnell gefunden, häufig verkauft und damit weltberühmt zu werden.

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Die SZ Langstrecke – Crowdfunding als Test

Die SZ Langstrecke – Crowdfunding als Test

Seit Anfang Februar ist die Süddeutsche Zeitung mit ihrem neuen Projekt “Langstrecke” auf der bekannten Crowdfunding-Plattform startnext präsent. Das Magazin soll parallel in mehren Medien-Ausgaben erscheinen. Und es will an die Renaissance des Genres der Longreads anknüpfen, das im angelsächsischen Journalismus zur Zeit eine unerwartete Renaissance feiert. Denn wenn alles schneller wird, muss man etwas langsames dagegen setzen. Wir geben einen Überblick über das Produktmodell und befragen Redakteur Dirk von Gehlen im Interview über Hintergründe des Projektes:

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“Digital Natives” – gibt es die wirklich?

“Digital Natives” – gibt es die wirklich?

Dass es nicht hilft, von “digital natives” zu sprechen, darauf haben wir mehrfach hingewiesen. Es ist ein Unwort, weil es suggeriert, junge Menschen kämen mit dem Wissen über den Gebrauch des Internets auf die Welt. Und weil es suggeriert, dass Medienkompetenz nicht gelernt werden muss, sondern genetisch bedingt sei. (Wer an vertiefenden Informationen interessiert ist, dem sei der immer noch gültige und fundierte Aufsatz von Rolf Schulmeister verwiesen.) In diesem Sinne argumentiert auch die Studie der Bitkom zur Internetnutzung der Jugendlichen: Sie fordert die Eltern auf (S. 39 ff), sich aktiv mit den Kindern um die richtige Nutzung des Internets zu kümmern. Dabei stehen verständlicherweise der Schutz der Privatsphäre und “nicht-kindgerechte” Inhalte im Vordergrund.

Auch klar ist,

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